Tipps für Schüler | So geht ihr vor

Geschichte recherchieren – aber wie und wo?

Wenn ihr euch auf Spurensuche in der Geschichte machen und mehr über die Erinnerungszeichen in eurer Heimat erfahren wollt, ist das Aufsuchen außerschulischer Lernorte unabdingbar. Diese bieten zum einen die Gelegenheit, Geschichte direkt vor Ort und nicht nur aus zweiter Hand durch das Schulbuch zu erfahren. Zum anderen stehen euch in vielen Einrichtungen Experten zur Seite, die euch beraten und sicherlich den einen oder anderen Tipp geben können. Sucht das Gespräch zum Beispiel mit Archivaren, Heimatpflegern, Museumsmitarbeitern oder Zeitzeugen. Der Besuch folgender Lernorte ist besonders zu empfehlen:

 

Museen gehören gewissermaßen zu den Klassikern unter den historischen Lernorten. Sie bieten Ausstellungen zu bestimmten Themen an und zeigen Sach-, Bild- und Schriftquellen oftmals in ihrem Original.

 

Gilt es, Recherchen zum Beispiel über eine ortsbekannte Persönlichkeit einzuholen, sollte ein Besuch in einem Archiv erfolgen. Dort könnt ihr einerseits etwas über die gesuchte Person erfahren, andererseits auch verstehen, was Quellen eigentlich sind und wie man mit ihnen umgehen kann. Beispielsweise gibt es Gemeinde-, Stadtoder Kirchenarchive. Auch viele Schulen haben ein eigenes Archiv.

 

Gedenkstätten sind Orte, an denen in der Zeit des Nationalsozialismus schlimme Verbrechen an Menschen stattgefunden haben und deren Geschichte mithilfe von Ausstellungen didaktisch aufbereitet ist. In den bayerischen Gedenkstätten in Dachau und Flossenbürg könnt ihr Informationen über das Schicksal vieler Verfolgter erhalten. Wichtige Erinnerungsorte und Dokumentationszentren gibt es darüber hinaus zum Beispiel auch in Nürnberg, München oder auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden.

 

In Bibliotheken habt ihr eine riesige Auswahl an Büchern zu all den Themen, über die ihr etwas erfahren möchtet.

 

Natürlich gibt es daneben noch eine ganze Reihe weiterer Lernorte, die für euer Projekt geeignet sein könnten. Macht euch auf die Suche.

Wie könnte das Ergebnis eurer Arbeiten aussehen?

  • Ihr könnt eure historischen Recherchen und Ergebnisse in vielfältigen Formen einreichen. Euer Beitrag kann eine schriftliche Arbeit sein, eine Internetseite, eine Biografie, ein fiktives Tagebuch, eine virtuelle
    Stadtführung, eine Geschichtszeitung, eine Collage aus Texten und Bildern, ein Kartenspiel, eine Theaterszene, ein Film, ein Erklärvideo, ein Hörspiel, eine Ausstellung, ein historisches Spiel, eine PowerPoint-Präsentation… eurer Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.
  • Sucht das Gespräch mit euren Lehrkräften, die euch bei der Erstellung eures Projekts mit Rat und Tat zur Seite stehen.