Wettbewerb | Grußwort

Liebe Schülerinnen und Schüler,


Viele Menschen haben heute das Gefühl, in Zeiten eines rasanten gesellschaftlichen Wandels zu leben. Neue Medien und soziale Netzwerke bestimmen beispielsweise zunehmend unseren Alltag. Auch um 1500 gab es eine solche Umbruchszeit mit zahlreichen Veränderungen und Neuerungen.


„Bayern um 1500 – Zeit für Neues?“ – Diese Frage steht im Mittelpunkt der aktuellen Wettbewerbsrunde. Eine tiefgreifende Veränderung der Welt und des Lebens der Menschen wurde mit den 95 Thesen Martin Luthers 1517 begründet. Auch im heutigen Bayern finden sich noch zahlreiche Spuren der Reformationsgeschichte sowie der Gegenreformation.


Das Weltbild änderte sich in der Frühen Neuzeit grundlegend. Zahlreiche Entdeckungen und Erfindungen prägen unser Bild von der Zeit um 1500. So fertigte zum Beispiel 1523 der bayerische Geschichtsschreiber Johann Turmair aus Abensberg, besser bekannt als Aventinus, die erste topographische Karte des damaligen Bayern an. Auch in Kunst und Kultur gab es insbesondere mit der Renaissance bedeutende Innovationen. Ein neues Menschenbild entstand. Unser Alltag ist voller Erinnerungszeichen an die damaligen Lebenswelten und den Wandel in Bayern.

 

Deshalb laden wir alle bayerischen Schülerinnen und Schüler aus allen Schularten ab Jahrgangsstufe 3 ein, am diesjährigen Wettbewerb „Erinnerungszeichen“ teilzunehmen. W- und P-Seminare an den Gymnasien, die Projektpräsentation in den 9. Klassen der Realschule oder der  HSU-Unterricht der Grundschule bieten für die Teilnahme dabei einen besonderen Rahmen.


Besonders zu empfehlen ist ein Besuch der diesjährigen Bayerischen Landesausstellung „Ritter. Bauern. Lutheraner“ vom 9. Mai bis 5. November 2017 in Coburg, die ein Panorama der Zeit um und nach 1500 zeigt: Wie lebten die Menschen auf dem Land, in der Stadt, in den Klöstern und in den Ritterburgen? Wurde die Welt wirklich durch die Ideen und Schriften Martin Luthers verändert? Und was hat das mit uns heute zu tun? Herzlich danken möchten wir bereits heute allen Lehrerinnen und Lehrern, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer engagiert begleiten und unterstützen.

 

Die Beschäftigung mit der bayerischen Landesgeschichte ist von zentraler Bedeutung für ein besseres Verständnis unserer Gegenwart und für die Gestaltung unserer Zukunft. Daher haben wir auch in diesem Jahr wieder gerne die Schirmherrschaft über den Schülerlandeswettbewerb „Erinnerungszeichen“ übernommen.


Liebe Schülerinnen und Schüler, wir wünschen euch und euren Lehrkräften viel Erfolg und Freude beim Aufspüren der Erinnerungszeichen an eurem Heimatort.


München, im März 2017


Dr. Ludwig Spaenle
Bayerischer Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft

und Kunst

Barbara Stamm
Präsidentin des Bayerischen Landtags