Wettbewerb | Grußwort

Liebe Schülerinnen und Schüler,

Wird Geschichte nur von berühmten Männern gemacht – von Königen und Kaisern, Päpsten, Feldherren und Politikern? Schauen wir in die Geschichtsbücher unserer Großeltern, kann man diesen Eindruck gewinnen. Heute wissen wir es besser: Geschichte wird von allen Menschen gemacht – von Männern und Frauen, Kindern und Greisen, Berühmtheiten und fast vergessenen Personen. Sie alle sind Kinder ihrer Zeit und ihrer Verhältnisse und tragen etwas zur Geschichte bei. Das gilt auch für die bayerische Landesgeschichte.

Unser Bayern haben viele bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten geprägt. Daher steht unser traditions­reicher Geschichtswettbewerb „Erinnerungszeichen“ dieses Jahr unter dem Motto „Der Geschichte ein Gesicht geben!“. Ihr, liebe Schülerinnen und Schüler, geht auf die Suche nach Menschen, die Spuren in unserer Heimat hinterlassen haben – sei es als Namensgeber für Straßen oder Schulen, auf Geschäftsschildern, Grabsteinen oder auch in privaten Briefen der eigenen Großeltern. Wir sind sehr gespannt, wen ihr dem ersten bayerischen König Maximilian I. Joseph und der bedeutenden bayerischen Frauenrechtlerin Bertha Kipfmüller – beide sind auf dem Titelblatt zu sehen – an die Seite stellen werdet.

Wir laden euch herzlich ein, am diesjährigen Wettbewerb „Erinnerungszeichen“ teilzunehmen. W­- und P­-Seminare an den Gymnasien, die Projektpräsentation in den 9. Klassen der Realschule oder der HSU-­Unterricht der Grund­schule bieten für die Teilnahme einen besonderen Rahmen.

Besonders danken wir allen Lehrkräften, die euch bei eurer Spurensuche engagiert unterstützen. Die Beschäftigung mit der bayerischen Landesgeschichte und mit der Geschichte „vor Ort“ ist von zentraler Bedeutung für die Aus­prägung des Geschichtsbewusstseins, für das Verstehen unserer Gegenwart und für die verantwortungsbewusste Gestaltung unserer Zukunft. Daher übernehmen wir mit Freude die gemeinsame Schirmherrschaft über den Landesschülerwettbewerb „Erinnerungszeichen“.

Liebe Schülerinnen und Schüler,

wir wünschen euch und euren Lehrkräften viel Erfolg und Freude beim Aufspüren der Erinnerungszeichen an eurem Heimatort.

 

München, im Januar 2019


Ilse Aigner

Präsidentin des Bayerischen Landtags

Prof. Dr. Michael Piazolo

Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus


Bildnachweis: realjuju-stock.adobe.com
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Die Ruhmeshalle in München wurde in den Jahren 1843 bis 1853 im Auftrag von König Ludwig I. von Bayern errichtet. Im Inneren des Gebäudes  ndet ihr zahlreiche Büsten verschiedener Personen, wie ihr sie auf dem Bild sehen könnt. Aber warum wurden gerade diese Menschen ausgewählt? Findet es heraus.