Wettbewerb | Grußwort
Liebe Schülerinnen und Schüler,
Musik und Klänge sind die harmonische Architektur unseres Alltags: Sie unterhalten uns, sie verzaubern uns und sie lösen auf einzigartige Weise Gefühle und Stimmungen in uns aus. Manchmal wecken
sie auch die Sehnsucht nach Stille. Sie begleiten uns zu jeder Zeit, an jeden Ort und durch alle Lebensphasen. Sie stiften Gemeinschaftsgefühl, verbinden Generationen und schaffen Räume der
Begegnung. Als lebendige Kulturgeschichte
erzählen sie von Vergangenem und weisen zugleich in die Zukunft. Für den Schülerlandeswettbewerb Erinnerungszeichen mit dem diesjährigen Motto „Der Sound Bayerns – Musik und Klang vom
Mittelalter bis heute“ haben wir gerne erneut die gemeinsame Schirmherrschaft übernommen.
Erforscht in Eurem Heimatort, wie die verschiedenen Musikstile und die wandelbaren Klangwelten Eure unmittelbare Umgebung geprägt haben und immer noch prägen! Lauscht dem Sound Bayerns und geht der Frage nach, welche Bedeutung Musik und Klang für Euch haben. Erstellt dann mit Hilfe Eurer Recherchen einen eigenen, kreativen Wettbewerbsbeitrag! Einen besonderen Rahmen für Euren Beitrag bieten zum Beispiel der HSUUnterricht der Grundschule, der GPG-Unterricht der Mittelschule, die Projektpräsentation in den 9. Klassen der Realschule oder die W- und P-Seminare am Gymnasium.
Ein herzliches Dankeschön an alle Lehrkräfte, die Euch bei dieser spannenden Spurensuche rund um die Musik im Freistaat unterstützen. Die Beschäftigung mit der bayerischen Landesgeschichte und der Geschichte vor Ort ist wichtig, damit wir unsere Gegenwart verstehen und unsere Zukunft verantwortungsvoll gestalten können.
Ganz im Sinne des Schülerlandeswettbewerbs wünschen wir Euch und Euren Lehrkräften viel Freude und Erfolg beim Aufspüren von akustischen „Erinnerungszeichen“ an Eurem Heimatort.
Wir freuen uns über Eure Teilnahme und sind schon sehr gespannt auf Eure Wettbewerbsbeiträge!
München, im Februar 2026

Ilse Aigner
Präsidentin des
Bayerischen Landtags
Anna Stolz
Bayerische Staatsministerin
für Unterricht und Kultus

Michael Öchsner und Konrad Max Kunz widmeten der alten Münchner Bürger-Sänger-Zunft im Jahr 1860 das Lied „Für Bayern“, das rasch im Volk populär wurde und häufig zu feierlichen
Gelegenheiten zu hören war. So wurde es etwa 1891 anlässlich der Feierlichkeiten zum 70. Geburtstag von Prinzregent Luitpold von Schulkindern gesungen. Nach dem Ende der Monarchie in Bayern nach
dem ersten Weltkrieg wurde die dritte, die sogenannte „Königsstrophe“, in den meisten Liederbüchern gestrichen. Eine neue Textfassung von Josef
Maria Lutz aus dem Jahr 1946 setzte sich nicht dauerhaft durch und es gab weiterhin politische Diskussionen um verschiedene Textvarianten.
Erst 1980 beendete Ministerpräsident Franz Josef Strauß diese. Seitdem gelten die leicht veränderten ersten beiden Strophen der ursprünglichen Fassung als offizielle Bayernhymne.